17. November 2020 / Allgemeines

Gedenken der Kriegstoten

Erkelenzer Bezirksausschuss mahnt zu Frieden und gedenkt den Toten

Veröffentlicht am 17. November 2020 um 07:30 Uhr von Tp

Quelle: Stadt Erkelenz

In kleinem Rahmen hat der Bezirksausschuss Erkelenz auch in diesem Jahr die Erinnerung an die in den Kriegen gefallenen Mitbürger*innen aufrechterhalten. Sie mahnen auch mehr als 100 Jahre nach dem Ende des ersten und 75 Jahre nach dem Ende des zweiten Weltkrieges zu Frieden. 
Die Gedenkfeierlichkeiten am Volkstrauertag konnten wegen Corona nicht in dem Maße stattfinden wie sonst. Dennoch wurden an drei Stellen in Erkelenz Kränze niedergelegt: Am Lambertiturm, am Ehrenmahl auf dem Friedhof an der Roermonderstraße und an der Bunkergrabstätte Anton-Raky-Allee.
 Am Lambertiturm, dem „Mahnmal der Gefallenen des Grenzlandes“ legte Günther Merkens, Vorsitzender des Heimatvereins, begleitet von Pastor Werner Rombach, Bezirksausschussvorsitzendem Klaus Steingießer und Christian Helpenstein, Brudermeister der Schützenbruderschaft „Unserer lieben Frau“, den Kranz nieder. Denn vor etwa 60 Jahren wurde der Lambertiturm auf Initiative des Heimatvereins der Erkelenzer Lande zum Denkmal für die Gefallenen des Grenzlandes erklärt. Eine Bronzetafel mit dem Bild des Erzengel Michaels erinnert daran. Seitdem gedenkt der Heimatverein hier am Volkstrauertag den Gefallenen des Grenzlandes, aber auch allen Opfern von Krieg und Gewalt in der Welt.
 
„Es ist wichtig, gerade in der heutigen Zeit immer wieder an die Opfer von Krieg und Gewalt zu erinnern, denn vergessen, was geschehen ist oder weltweit noch geschieht, wäre ein falsches Zeichen“, sagte Merkens und schloss in das Gedenken auch die Opfer der jetzigen Pandemie mit ein. Zuvor hatte auch Pastor Rombach auf die Bedeutung des Gedenkens und des Erinnerns hingewiesen und ein Gebet gesprochen.
 
Beim Ehrenmal auf dem Friedhof Roermonder Straße fand sonst nach einem Gottesdienst die Gedenkfeier statt, die in den Vorjahren unter anderem vom Musikverein, der Feuerwehr und den Schützen begleitet wurde. In diesem Jahr betete Klaus Steingießer allein ein „Vater unser“ vor den Kränzen von Stadt, Sozialverband VDK Ortsverband Erkelenz und Volksbund Deutschen Kriegsgräberfürsorge e.V.


„Durch das irrwitzige Menschenbild und das Großmachtstreben im sogenannten dritten Reich wurde ganz Europa und Nordafrika in einen furchtbaren Krieg gezogen, in dem viele Millionen Menschen in Gefangenenlagern, Konzentrationslagern, auf den Schlachtfelder und in den Städten und Gemeinden der Länder Europas gestorben sind. Drei Gedenkstätten in Erkelenz-Stadt erinnern an diesen unsäglichen Krieg. Diese mahnen uns immer wieder daran, alles zu tun, dass so etwas nie wieder geschehen möge. Leider spricht die täglich über uns hereinbrechende Nachrichtenflut eine ganz andere Sprache. Daher sind wir doppelt aufgerufen auch in der Pandemie mit den starken Kontaktbeschränkungen die Erinnerung und das Bewusstsein aufrecht zu erhalten.  
 
Ganz besonders möchte ich in diesem Jahr auf das Bunkergrab hinweisen. Hier gedenken wir ganz besonders der Zivilbevölkerung, die in den heutigen brutalen Kriegen immer stärker betroffen ist. Ganze Städte und Landschaften werden zerstört. Wenn die Menschen nicht an den direkten Kriegseinwirkungen sterben, dann folgen anschließen Wohnungsnot, Hungersnot, Vandalismus und Armut. Diese Folgen der Kriege werden immer wieder übersehen“, so Steingießer.

Meistgelesene Artikel

Kita Bauxhof in Erkelenz übergeben
News aus Erkelenz

In Erkelenz wurden in der vergangenen Woche die ersten beiden Gruppen im Neubau der Kita Bauxhof übernommen.

weiterlesen...
Zeugensuche nach Verkehrsunfall zwischen Fahrrad- und E-Scooter-Fahrer
Polizeimeldungen

Wegberg-Harbeck (ots) - Am Dienstagnachmittag (6. Oktober) war ein 15-Jähriger gegen 17

weiterlesen...
Granterather Brunnenfigur „Kind mit der Katze“ ist zurück
News aus Erkelenz

Nach rund einem Jahr steht die von Ursula Klügel geschaffene Brunnenfigur wieder in Granterath.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Erneut Wolf im Hamburger Westen unterwegs
Aus aller Welt

Jetzt ist es offiziell: Im Hamburger Westen ist ein Wolf unterwegs. Worauf Spaziergänger achten sollen.

weiterlesen...
Neue Therapie gegen tödliche Krebsform – Was bringt sie?
Aus aller Welt

Ein neues Medikament verlängert laut einer Studie das Leben von Menschen mit fortgeschrittenem Bauchspeicheldrüsenkrebs, verspricht aber keine Heilung. Nun ist die Zulassung in Europa ein Stück näher.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Aktueller Mietspiegel in Erkelenz
Allgemeines

Die Stadtverwaltung hat den Mietspiegel zum Stand 01.01.2024 veröffentlicht. Dieser kann online abgerufen werden.

weiterlesen...
Jetzt mitwirken beim „Arbeitskreis Innenstadt“
Allgemeines

Gesucht werden Menschen, die sich konstruktiv für eine lebendige, zukunftsfähige Erkelenzer Innenstadt einbringen und engagieren

weiterlesen...
ANZEIGE – Premiumpartner