18. April 2024 / Aus aller Welt

20 Tiere bei Einbruch getötet: Strafe für Kinder in London

Bei einem Einbruch in eine Umweltschule stahlen zwei Jungen Frettchen und töteten Kaninchen und Vögel. Die Videos der Überwachungskameras seien zu schlimm, um sie sich anzusehen, sagt die Richterin.

Bei dem Einbruch in eine Umweltschule wurden auch Frettchen gestohlen (Symbolbild).
Veröffentlicht am 18. April 2024 um 17:21 Uhr von dpa

Sie brachen in eine Umweltschule ein und töteten mehr als 20 Tiere: Zwei Jungen im Alter von elf und zwölf Jahren sind in London wegen Tierquälerei und Sachbeschädigung verurteilt worden. «Es ist schrecklich, was Ihr getan habt, absolut schrecklich», sagte Richterin Lynn Green.

Die Videos der Überwachungskameras seien zu schlimm, um sie sich anzusehen. Die Jungs hätten Glück, dass sie noch nicht erwachsen seien, sagte Green. «Denn sonst wärt Ihr für lange Zeit in Haft gekommen.» In England beginnt die Strafmündigkeit bei zehn Jahren.

Bei dem Einbruch im Februar hatten die Jungen mehrere Tiere aus ihren Gehegen und Käfigen gestohlen, darunter Frettchen, Meerschweinchen und drei Schlangen. Dabei wurden auch Kaninchen und Vögel getötet. Eine Schleiereule entkam, wurde aber später wiedergefunden. Der Schaden betrug rund 10.000 Pfund (etwa 11.700 Euro). Die Verteidigerin des Elfjährigen sagte, die Jungs hätten nur mit den Tieren spielen wollen und seien «äußerst reumütig».

Die Richterin entschied, dass die Kinder ein Jahr lang gemeinsam mit ihren Eltern an regelmäßigen Treffen mit Sozialarbeitern teilnehmen müssen. Außerdem verhängte sie ein Bußgeld von 200 Pfund, für das die Eltern haften. «Dies ist Euer Verbrechen, Eure Strafe, nicht die Eurer Eltern», sagte Green. «Ihr müsst etwas tun, um es ihnen zurückzuzahlen, was auch immer sie von Euch verlangen.»


Bildnachweis: © Ann-Marie Utz/dpa
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