Das für Deutschland antretende Duo Abor & Tynna muss sich im Finale des 69. Eurovision Song Contest am Samstag in Basel gegen starke Konkurrenz behaupten. Im ersten Halbfinale sicherten sich wie erwartet einige Songs Finale-Tickets, die als Favoriten gehandelt werden. Dazu gehört Schweden mit dem ohrwurmträchtigen Sauna-Spaß-Song «Bara Bada Bastu». Auch Estland schaffte es. Tommy Cash nimmt in seinem Song «Espresso Macchiato» die Italiener auf die Schippe, die ihm das teils übel genommen haben. Sein Refrain: «No stresso, no stresso, it's gonna be espresso». Er überzeugte aber das Publikum, unter anderem mit seinen Tanzbeinen, die - nun - an Spaghetti erinnerten. Der deutsche Song «Baller» steht bei Wettbüros nicht unter den ersten zehn. Ebenso siegreich waren im ersten Halbfinale die Ukraine, die Niederlande, Norwegen, Albanien, Island, Polen, San Marino, Portugal und Estland. Ausgeschieden sind Slowenien, Belgien, Aserbaidschan, Kroatien, und Zypern. Die für Deutschland antretenden österreichischen Geschwister Abor & Tynna können sich noch ausruhen. Sie treten zwar am Donnerstag im zweiten Halbfinale an, aber außer Konkurrenz. Als Vertreter eines der größten Länder beim ESC sind sie für das Finale automatisch gesetzt. Dort kämpfen 16 Länder um die letzten zehn Plätze in der Endrunde am Samstag. Darunter ist einer der Favoriten, der österreichische Countertenor JJ, ebenso wie die Israelin Yuval Raphael. Sie ist eine Überlebende der Terrorüberfälle auf Israel am 7. Oktober 2023. Ob die kanadische Sängerin Céline Dion noch auftritt, ist weiter offen. Sie hatte 1988 für die Schweiz gewonnen. Die Veranstalter spielten eine Videobotschaft von ihr ein, in der Dion sagt: «Es gibt nichts, was mir lieber wäre, als jetzt bei euch in Basel zu sein.» Dion ist aber sehr krank. Sie leidet am Stiff-Person-Syndrom mit schweren Muskelkrämpfen. Sie ging in der Videobotschaft nicht darauf ein, ob sie womöglich doch beim Finale dabei ist. Ein Auftritt hinge ohnehin von ihrer Tagesform ab. Eine ganze Reihe Acts haben sich offenbar eine Scheibe bei Vorjahressieger Nemo abgeschnitten: wie der Schweizer in seinem Siegessong 2024 in Malmö schlugen viele auf der Bühne sirenenmäßig hohe Töne an, darunter die Vertreter der Ukraine und von Portugal, Belgien, Aserbaidschan und Zypern. Nicht alle überzeugten damit das Publikum in den 37 teilnehmenden ESC-Ländern, die per Telefon, SMS, App oder Online abstimmten. In Deutschland kostet so eine Stimmabgabe 20 Cent, in der Schweiz umgerechnet 1,28 Euro. Während das Publikum auf das Ergebnis des Televotings wartete, präsentierten die Moderatorinnen Hazel Brugger und Sandra Studer einen klamaukartigen Song über die vielen Erfindungen der Schweiz, darunter das LSD und angeblich die Knoblauchpresse. Zum Schluss tanzten sie mit gigantischen Käsefondue-Gabeln auf der Bühne - ein Song, der definitiv kein ESC-Siegespotenzial hätte.Weiterer Favorit startet Donnerstag
Céline Dion macht es spannend
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Abor & Tynna treten im ESC-Finale gegen starke Songs an
Die ersten zehn freien Plätze im Finale des Eurovision Song Contest sind vergeben. Darunter sind schon einige Favoriten. Einer, der auch als Titelanwärter gehandelt wird, tritt Donnerstag auf.
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