7. Februar 2025 / Aus aller Welt

Absturz in Washington: Hubschrauber hatte Ortung deaktiviert

Rund eine Woche nach dem schweren Unglück in der US-Hauptstadt wird weiter nach der Ursache geforscht. Ein wichtiges Ortungssystem des Unglückshelikopters war den Ermittlungen zufolge abgeschaltet.

Das Ortungssystem des Unglückshubschraubers soll bei dem Absturz in Washington abgeschaltet gewesen sein.
Veröffentlicht am 7. Februar 2025 um 12:53 Uhr von dpa

Bei der Kollision eines Militärhubschraubers mit einem Passagierflieger am 29. Januar in der US-Hauptstadt Washington war neuen Erkenntnissen zufolge die Ortungstechnologie des Helikopters abgeschaltet. Das sogenannte ADS-B-System, das im Sekundentakt Daten zu Position, Geschwindigkeit und Flughöhe liefere, sei zum Zeitpunkt des Absturzes nicht aktiv gewesen, sagte der Vorsitzende des Verkehrsausschusses im US-Senat, Ted Cruz, der «New York Times» am Donnerstag (Ortszeit).

Das ADS-B-System sei eine «zusätzliche Sicherheitsebene, um Abstürze zu verhindern». Fluglotsen müssten sich damit nicht ausschließlich auf die Radarverfolgung verlassen, die eine Verzögerung von mehreren Sekunden habe. Militärhubschrauber könnten das System aus Sicherheitsgründen abschalten, wenn Regierungsmitglieder an Bord seien. Dies sei aber in der Nacht des Absturzes nicht der Fall gewesen. Das US-Militär äußerte sich zunächst nicht zu den Ermittlungen.

Der Verkehrsausschuss war zuvor über den aktuellen Stand der Ermittlungen zu dem Unglück unterrichtet worden. Eine Passagiermaschine der American Airlines war nahe dem Hauptstadtflughafen Ronald-Reagan-Airport (DCA) mit einem Militärhubschrauber zusammengestoßen. Beide Maschinen stürzten in den Fluss Potomac. Die 64 Menschen an Bord des Flugzeuges und die 3 Insassen des Helikopters kamen ums Leben.


Bildnachweis: © Jose Luis Magana/AP/dpa
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