Reisende brauchten dieses Jahr bei der Fahrt in den Sommerurlaub auf deutschen Autobahnen wieder sehr viel Geduld. Nach Angaben des ADAC summierten sich die Staus während der Ferienzeit zwischen dem 22. Juni und dem 10. September auf 217.003 Kilometer - eine Strecke, die etwa fünf Mal um die Erde reiche und um 22 Prozent über dem Jahr 2022 liege, sagte ADAC-Verbandspräsident Gerhard Hillebrand. Beträchtlich auch die gesamte Wartezeit: Hochgerechnet zwölf Jahre. Insgesamt liegt der Verkehr damit in etwa auf dem Vor-Corona-Niveau. Zudem gab es nicht nur mehr Staus, sie waren im Schnitt auch länger und lösten sich langsamer auf als 2022. Die stauträchtigsten Strecken waren der Autobahnring 99 rund um München sowie die Autobahnen 8 und 3. Am schlimmsten war das letzte Juliwochenende, als auch Bayern und Baden-Württemberg schulfrei hatten. Als beliebteste Urlaubsländer machte der ADAC anhand der Routenanfragen Deutschland, Italien und Kroatien aus. Der Pkw bleibe das Hauptverkehrsmittel, leistungsfähige Fernstraßen seien daher unverändert wichtig, da auch der Lastwagenverkehr zunehmen werde, sagte Hillebrand. Diskussionen, auf den Ausbau von Autobahnen zu verzichten, wirkten angesichts dieser Entwicklung skurril und wenig realitätsbezogen. Der Etat des Bundesverkehrsministeriums bleibe hinter den Notwendigkeiten zurück. Gleichzeitig warnte der ADAC vor Preissteigerungen etwa durch CO2-Abgaben für Flüge oder hohe Kosten für Elektrofahrzeuge. Mobilität sei ein Grundrecht und müsse für alle bezahlbar bleiben, Urlaubsreisen dürften nicht zum Luxusgut werden. ADAC-Tourismuspräsident Karlheinz Jungbeck verwies auf Bestrebungen besonders beliebter Urlaubsorte wie Venedig, die Zahl der Touristen zu verringern. Wer «Overtourism» begegnen wolle, setze oft auf Leute, die mehr Geld ausgeben könnten. Um mehr Menschen zum Umstieg auf die Elektromobilität zu bewegen, fordert der ADAC einen weiteren Ausbau der Ladeinfrastruktur, nicht nur an Autobahnen, sondern auch in Wohngebieten. Nachholbedarf sieht Jungbeck insbesondere auf den Rastanlagen. Nur gut die Hälfte sei mit Super-Schnellladesäulen ausgestattet.Auto bleibt Hauptverkehrsmittel
ADAC: Mobilität muss für alle bezahlbar bleiben
Bildnachweis: © Daniel Bockwoldt/dpa
Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
ADAC: Deutlich mehr und länger Staus
Wer mit dem Auto in den Sommerurlaub fährt, weiß: Das kann Stress pur bedeuten. Auch in diesem Jahr verbrachten Reisende wieder zähe Zeit in unzähligen Staus.
Meistgelesene Artikel
- 16. September 2026
Interkulturelle Woche 2026: Vielfältiges Programm im Kreis Heinsberg
Vom 19.09. bis 03.10. bietet die Interkulturelle Woche im Kreis Heinsberg Festivals und Events für Vielfalt und Toleranz.
- 18. September 2026
Electrisize Festival 2027: Vorverkauf startet am 28. September
Der Vorverkauf für das Electrisize Festival 2027 in Erkelenz beginnt am 28. September mit 5.000 exklusiven Tickets.
- 11. September 2026
Weltkindertag: Kinderfest auf der Millicher Halde in Hückelhoven
Am Weltkindertag, dem 20. September, lädt das Kinderfest in Hückelhoven zu Spiel und Spaß ein.
Neueste Artikel
- 11. Oktober 2026
Cybergrooming: Ermittler warnen vor Massenphänomen im Netz
Sie haben sexuelle Absichten und knüpfen Kontakte über Chats und Gaming-Plattformen: Wie Täter im Netz vorgehen, welche Hürden bei der Strafverfolgung bestehen und welche Maßnahmen Ermittler fordern.
- 11. Oktober 2026
Touristen-Golfcarts verstopfen Roms Zentrum – Ärger wächst
Zahllose Golfcarts kutschieren Touristen durch Roms Zentrum - und sorgen für noch mehr Verkehrschaos in der ohnehin überlasteten Innenstadt. Der Ärger wächst. Nun wird um klare Regelungen gerungen.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 11. Oktober 2026
Cybergrooming: Ermittler warnen vor Massenphänomen im Netz
Sie haben sexuelle Absichten und knüpfen Kontakte über Chats und Gaming-Plattformen: Wie Täter im Netz vorgehen, welche Hürden bei der Strafverfolgung bestehen und welche Maßnahmen Ermittler fordern.
- 11. Oktober 2026
Touristen-Golfcarts verstopfen Roms Zentrum – Ärger wächst
Zahllose Golfcarts kutschieren Touristen durch Roms Zentrum - und sorgen für noch mehr Verkehrschaos in der ohnehin überlasteten Innenstadt. Der Ärger wächst. Nun wird um klare Regelungen gerungen.






















