19. Oktober 2025 / Aus aller Welt

Aktion «Freie Gehwege» soll Kommunen zum Handeln bewegen

Rollstuhl, Kinderwagen, Einkaufstrolley – oft bleibt wegen geparkten Autos auf Gehwegen kaum Platz. Über eine Mitmach-Aktion können Menschen nun Orte melden, an denen das Durchkommen erschwert wird.

Ein Auto in der Bremer Innenstadt wurde aufgesetzt auf dem Gehweg abgestellt. Eine Aktion soll auf die Probleme dadurch aufmerksam machen. (Symbolbild)
Veröffentlicht am 19. Oktober 2025 um 12:45 Uhr von dpa

  Zugeparkte Gehwege können nerven - für Menschen im Rollstuhl oder mit Kinderwagen sind sie ein Problem. Um darauf aufmerksam zu machen, startet der ökologische Verkehrsclub VCD am Montag die Mitmach-Aktion «Freie Gehwege». Über ein Online-Formular können Menschen dabei Orte in Deutschland eintragen, an denen regelmäßig Fahrzeuge auf dem Gehweg parken und das Durchkommen erschweren, wie die Organisation mit Sitz in Berlin ankündigte. 

Die gesammelten Meldungen sollen dann nach Abschluss der Aktion in einer Online-Karte veröffentlicht werden, um Risiken sichtbar zu machen. «Jede Meldung hilft, Druck auf die Kommunen aufzubauen und sichere Wege für alle zu schaffen», erklärte der verkehrspolitische Sprecher des VCD, Michael Müller-Görnert. Mit den gesammelten Erkenntnissen werde eine Grundlage geschaffen, um auf Missstände hinzuweisen und politische Veränderungen anzustoßen. 

Kommunen müssen aktiv werden

Laut Straßenverkehrsordnung (StVO) ist das Parken auf Gehwegen nur in Ausnahmefällen erlaubt. Zudem muss immer genug Platz für einen Kinderwagen oder Rollstuhl bleiben. Vielerorts parken Autos jedoch ohne Erlaubnis auf Gehwegen. Wie das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig im Sommer 2024 in einem Fall aus Bremen entschieden hat, müssen Kommunen einschreiten, wenn zu wenig Platz für die Menschen auf dem Gehweg bleibt. 

Der VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine klimaverträgliche, sichere und gesunde Mobilität für Menschen einsetzt.


Bildnachweis: © Sina Schuldt/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Wasser knapp: Münchner dürfen nicht mehr Rasen sprengen
Aus aller Welt

Ein trockenes Frühjahr und heiße Sommerwochen: Die Wasserversorgung in München kommt an ihre Grenzen. Wie die Stadt gegensteuert, und was das für Verbraucher bedeutet.

weiterlesen...
1.500 Euro für den Kinderschutzbund Erkelenz – Spende ermöglicht Ausflug für geflüchtete Kinder
Aus den Vereinen

1.500 Euro für den Kinderschutzbund Erkelenz – Spende ermöglicht Ausflug für geflüchtete Kinder

weiterlesen...

Neueste Artikel

Landrat: Die nächsten Stunden sind entscheidend
Aus aller Welt

Mehrere Hundert Einsatzkräfte kämpfen in Hürtgenwald gegen die Flammen. Wie sich das Feuer entwickelt, könnten die nächsten Stunden zeigen.

weiterlesen...
Toter Buckelwal vom Greifswalder Bodden wird heute obduziert
Aus aller Welt

Ein Team von Wissenschaftlern steht auf Dänholm vor Stralsund bereit. Am Abend wurde das rund sieben Meter lange Tier an Gurten zu der Insel geschleppt. Nun hebt ein Kran es aus dem Wasser.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Landrat: Die nächsten Stunden sind entscheidend
Aus aller Welt

Mehrere Hundert Einsatzkräfte kämpfen in Hürtgenwald gegen die Flammen. Wie sich das Feuer entwickelt, könnten die nächsten Stunden zeigen.

weiterlesen...
Toter Buckelwal vom Greifswalder Bodden wird heute obduziert
Aus aller Welt

Ein Team von Wissenschaftlern steht auf Dänholm vor Stralsund bereit. Am Abend wurde das rund sieben Meter lange Tier an Gurten zu der Insel geschleppt. Nun hebt ein Kran es aus dem Wasser.

weiterlesen...
ANZEIGE – Premiumpartner