Inmitten heftiger Auseinandersetzungen zwischen kriminellen Banden und staatlichen Sicherheitskräften in Ecuador sind nun alle als Geiseln genommene Justizvollzugsbeamte freigekommen. Das teilte die Behörde für Strafvollzug mit. Zunächst waren am Samstag 41 der Geiseln, 24 Gefängniswärter und 17 Verwaltungsangestellte, freigelassen worden. Später wurden auch die übrigen 136 Justizvollzugsbeamten freigelassen, die in mehreren Haftanstalten des südamerikanischen Landes von meuternden Gefangenen festgehalten worden waren. Bei Kämpfen in einem Gefängnis sei ein Wärter getötet und ein weiterer verletzt worden, hieß es weiter. Zuletzt hatten kriminelle Banden in mehreren Haftanstalten gemeutert und zahlreiche Aufseher in ihre Gewalt gebracht. Viele Gefängnisse in Ecuador werden von Verbrechersyndikaten kontrolliert. Oftmals sorgen die Sicherheitskräfte lediglich dafür, dass die Gefangenen in den Haftanstalten bleiben. Innerhalb der Mauern bleiben sie sich weitgehend selbst überlassen. Nachdem Bewaffnete am Dienstag während einer live übertragenen Nachrichtensendung ein Studio des staatlichen Fernsehsenders TC Televisión gestürmt und zahlreiche Geiseln genommen hatten, schickte die Regierung die Streitkräfte in den Kampf gegen die Gangs. Präsident Daniel Noboa erklärte per Dekret, dass sich Ecuador in einem internen bewaffneten Konflikt befinde. Er deklarierte 22 kriminelle Gruppen als terroristische Organisationen und nicht-staatliche Kriegsparteien, die auszuschalten seien. Die Sicherheitslage in Ecuador hatte sich zuletzt dramatisch verschlechtert. Die Mordrate von 46,5 Tötungsdelikten pro 100.000 Einwohner im vergangenen Jahr war die bislang höchste in der Geschichte des einst friedlichen Andenstaates und eine der höchsten Lateinamerikas. Mehrere Banden mit Verbindungen zu mächtigen mexikanischen Kartellen kämpfen um die Kontrolle über die Routen des Drogenhandels. Ecuador ist ein wichtiges Transitland für Kokain aus Kolumbien, Peru und Bolivien, das in die USA und nach Europa geschmuggelt wird.
Bildnachweis: © Juan Diego Montenegro/dpa
Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Als Geiseln genommene Justizvollzugsbeamte kommen frei
In mehreren Gefängnissen Ecuadors ist die Gewalt zuletzt eskaliert. Kriminelle Banden haben Aufseher in ihre Gewalt gebracht. Nun kommen die Geiseln frei.
Meistgelesene Artikel
- 8. September 2026
Burgkirmes in Erkelenz: Vom 11. bis 14. September
Erleben Sie über 70 Attraktionen auf der Burgkirmes Erkelenz. Besonderheiten: Feuerwerk am 11. September und Familientag am 14. September.
- 26. August 2026
ELECTRISIZE 2026: Das Foto-Voting ist gestartet – jetzt für euren Favoriten abstimmen!
Das ELECTRISIZE 2026 liegt hinter uns – doch die besonderen Momente des Festivals bleiben!
- 8. September 2026
Das sind die Gewinner unseres ELECTRISIZE-Fotogewinnspiels
Zwei Wochen lang habt ihr fleißig abgestimmt – jetzt stehen die Gewinner fest
Neueste Artikel
- 15. September 2026
Kunstausstellung 'Happiness Edition' im Bergfried Wassenberg
Die Ausstellung von Olli Hermsmeier eröffnet am 10. Oktober 2026 um 17 Uhr im Bergfried Wassenberg mit Überraschungen.
- 15. September 2026
Hückelhoven tritt dem Gigawattpakt für das rheinische Revier bei
Hückelhoven engagiert sich im Gigawattpakt für eine klimaneutrale Zukunft bis 2028.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 15. September 2026
Bandenkriminalität: Gewalt zur Einschüchterung nimmt zu
Explosionen und Schüsse im Raum Köln sind laut Bundeskriminalamt Beispiele für die wachsende Brutalität krimineller Banden. Die Zahl der Ermittlungsverfahren zu Gewalt steigt deutlich an.
- 15. September 2026
Sabotage legt Bahnverkehr in Teilen der Niederlande lahm
Tausende von Bahnreisenden erleben eine böse Morgenüberraschung. Denn etliche Züge in den Niederlanden fallen aus. Die Ursache ist schnell gefunden: Unbekannte haben Rohre über Gleise gelegt.






















