1. Juni 2023 / Aus aller Welt

Badeverbote an Adria-Stränden weitgehend aufgehoben

Nach den verheerenden Unwettern in der Emilia-Romagna kämpfen die betroffenen Regionen um den Neustart. Wie steht es dort jetzt mit der Wasserqualität?

Blick auf einen Teil des Flusses Po, der nach heftigen Regenfällen übers Ufer getreten ist.
Veröffentlicht am 1. Juni 2023 um 13:21 Uhr von dpa

Rund zwei Wochen nach den verheerenden Überschwemmungen in der Emilia-Romagna darf man an den meisten Strandabschnitten in der italienischen Adria-Region wieder baden. Die Wasserqualität an einem Großteil der Küste habe sich normalisiert, so dass Badeverbote zum Freitag aufgehoben werden können, wie eine lokale Umweltbehörde am Mittwoch mitteilte. Nach den Unwettern mit heftigen Regenfällen in dem Gebiet waren demnach Abwasser ins Meer gelangt. Bei Untersuchungen der Wasserqualität wurden erhöhte Werte von E.Coli-Bakterien sowie Enterokokken festgestellt.

An 79 von 98 Stellen, an denen Proben durchgeführt wurden, seien die Werte nun allerdings wieder in Ordnung. Dadurch kann rechtzeitig zum italienischen Nationalfeiertag am Freitag, der Festa della Repubblica (Fest der Republik), die Badesaison in der auch bei deutschen Touristen beliebten Region beginnen.

Nur an einigen Stellen in der Provinz Ravenna sollen die Bürgermeister der jeweiligen Orte und Gemeinden ihre Badeverbote aufrechterhalten, hieß es von der Umweltbehörde weiter. Die Bakterien und Erreger, die dort immer noch festgestellt wurden, können etwa Durchfall, Erbrechen, Übelkeit und auch Fieber auslösen. Man werde so langen testen, bis die Werte wieder in Ordnung seien.

Der Tourismus in der betroffenen Region kämpft nach den schweren Unwettern um den Neustart. Das italienische Tourismusministerium wirbt etwa dafür, dass Urlauber die Emilia-Romagna besuchen. Die Region sei bereit, Touristen für die Sommersaison zu empfangen - «sicher und mit herzlicher Gastfreundschaft» - hieß es vom Ministerium. Auch der Tourismusbeauftragte der Region, Andrea Corsini, zeigte sich zuversichtlich, dass sich die Werte an anderen Meeresabschnitten verbessern werden: «Die Küste ist wie immer bereit, die Gäste auf die bestmögliche Art und Weise zu empfangen.»


Bildnachweis: © Matteo Secci/LaPresse via ZUMA Press/dpa
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