Nachdem tiefer Matschboden tagelang die Zufahrtswege zum Wüsten-Festival «Burning Man» blockiert hatte, haben zahlreiche Besucher das Gelände im US-Bundesstaat Nevada verlassen. Die Veranstalter hatten das Fahrverbot am Montagnachmittag (Ortszeit) aufgehoben. Die Wartezeit, um das Gelände zu verlassen, betrug am Abend etwa sieben Stunden, wie aus beim Kurznachrichtendienst X (ehemals Twitter) veröffentlichten Informationen hervorging. Das Festival, das fast zwei Autostunden von der nächstgelegenen Kleinstadt entfernt stattfindet, konnte damit wie geplant nach neun Tagen enden. Für Montagabend war das zuvor zweimal verschobene Verbrennen des «Burning Man» angekündigt - einer riesigen Holzstatue. Heftige Regenfälle hatten das Festivalgelände auf der Fläche eines ausgetrockneten Sees in einen regelrechten Sumpf aus dickem Schlamm und Matsch verwandelt. Autos drohten auf dem schlammigen Untergrund steckenzubleiben, tagelang durften nur Notfahrzeuge das Gelände befahren oder verlassen. Die Organisatoren stellten Fahrzeuge mit Vierradantrieb für medizinische Notfälle bereit. Wie es zu dem Todesfall auf dem Festivalgelände gekommen war, über den die Veranstalter in der Nacht zum Sonntag informierten, blieb nach wie vor unklar. Die Untersuchungen dazu liefen noch, hieß es. Das «Burning Man»-Festival ist ein Szene-Happening mit Musik und Kunstaktionen, das jährlich rund 75.000 Menschen anlockt - darunter Künstler, Techno-Fans, Pyrotechniker und Neugierige aus aller Welt. In der Wüste errichten die Teilnehmer aus Zelten und Wohnmobilen eine temporäre Stadt namens Black Rock City. Seit einigen Jahren gibt es aber auch Kritik an den Organisatoren und der massiven Verschwendung von Ressourcen, weil Zehntausende Besucher mit ihren Autos auf stundenlangen Fahrten in die Wüste kommen und versorgt werden müssen - und weil viele Influencer, Internet-Unternehmer und andere Prominente teils sogar mit Privatjets anreisen.
Bildnachweis: © David Crane/dpa
Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Chaos beim «Burning Man»: Zehntausende reisen ab
Heftiger Regen hatte das Festivalgelände in Black Rock City in einen regelrechten Sumpf verwandelt, tagelang war der Zugang zum Areal gesperrt. Nun können die Besucher nach neun Tagen endlich abreisen.
Meistgelesene Artikel
- 12. August 2026
Picknick & Poesie: Open-Air-Lesung im Ziegelweiherpark Erkelenz
Am 13. August lädt die 54. Erkelenzer Leseburg um 19 Uhr zur Open-Air-Lesung mit Picknick im Ziegelweiherpark ein.
- 26. August 2026
ELECTRISIZE 2026: Das Foto-Voting ist gestartet – jetzt für euren Favoriten abstimmen!
Das ELECTRISIZE 2026 liegt hinter uns – doch die besonderen Momente des Festivals bleiben!
- 14. August 2026
Größter Waldbrand in NRW – Evakuierung in der Eifel
Flammen, Rauch und Weltkriegsmunition: Eine Feuerwalze im Hürtgenwald rückt an die Eifel-Gemeinde Gey heran. Der wohl größte Waldbrand in NRW fordert Feuerwehr und Anwohner bis an ihre Grenzen.
Neueste Artikel
- 7. September 2026
Streik am Eiffelturm nach Ausschluss von Mitarbeiterinnen
Am Eiffelturm sorgt der Ausschluss weiblichen Personals während des Besuchs einer religiösen Gruppe für Aufruhr. Wie reagiert die Stadt auf diesen Vorfall?
- 7. September 2026
König Charles stellt klar: Harry und Meghan nur Privatleute
Noch bleibt es verhältnismäßig ruhig um die royalen Rückkehrer aus den USA. Doch im Hintergrund gibt es wohl viele Anfragen an den Palast. König Charles lässt deshalb mal eines klarstellen.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 7. September 2026
Streik am Eiffelturm nach Ausschluss von Mitarbeiterinnen
Am Eiffelturm sorgt der Ausschluss weiblichen Personals während des Besuchs einer religiösen Gruppe für Aufruhr. Wie reagiert die Stadt auf diesen Vorfall?
- 7. September 2026
König Charles stellt klar: Harry und Meghan nur Privatleute
Noch bleibt es verhältnismäßig ruhig um die royalen Rückkehrer aus den USA. Doch im Hintergrund gibt es wohl viele Anfragen an den Palast. König Charles lässt deshalb mal eines klarstellen.






















