5. August 2026 / Aus aller Welt

Durchfall-Ausbruch in USA - Mehr als 10.000 bestätigte Fälle

In den USA nehmen Fälle der Magen-Darm-Erkrankung Cyclosporiasis kein Ende. Bereits Hunderte Krankenhausaufenthalte hat der Parasit verursacht. Im Verdacht steht ein unscheinbares Lebensmittel.

Behörden in den USA bringen einen Ausbruch in neun Bundesstaaten mit Eisbergsalat in Verbindung. (Symbolbild)
Veröffentlicht am 5. August 2026 um 04:23 Uhr von dpa

Wegen eines Parasiten sind mehr als 10.000 Menschen in den USA an Durchfall erkrankt. Der US-Gesundheitsbehörde CDC seien mehr als 12.255 weitere unbestätigte Fälle bekannt, die zusätzliche Untersuchungen erforderten. Bisher habe die Erkrankung zu 517 Krankenhausaufenthalten und 2 Todesfällen geführt, erklärte die Behörde weiter.

Die Todesopfer im US-Bundesstaat Michigan hatten erhebliche Vorerkrankungen, wie das Gesundheitsministerium des Bundesstaats erklärte. Die sogenannten Cyclosporiasis-Infektionen seien im Allgemeinen keine lebensbedrohlichen Erkrankungen.

Aktuell gibt es laut CDC 10.468 bestätigte Infektionen. Zuvor hatte die Behörde noch von 6.707 bestätigten Fällen zwischen Anfang Mai und Ende Juli gesprochen.

Behörden verdächtigten Eisbergsalat

Nahezu alle Bundesstaaten meldeten mittlerweile Fälle. Für einen Ausbruch in neun Staaten verdächtigen die Behörden Eisbergsalat eines Lieferanten aus Mexiko als Ursache. Die Ermittlungen dazu liefen, hieß es auf der CDC-Seite.

Der Parasit wird nach Angaben der CDC über mit Fäkalien verunreinigte Lebensmittel oder Wasser übertragen. Er befällt den Dünndarm und verursacht wässrigen Durchfall mit häufigem, teils heftigem Stuhlgang. Cyclospora-Ausbrüche treten in der Regel im Sommer auf und werden mit dem Verzehr von frischem Obst und Gemüse in Verbindung gebracht. Dazu gehören Himbeeren, Brombeeren, Erdbeeren, Heidelbeeren, Basilikum, Koriander, Zuckererbsen, Zuckerschoten, zubereitetes Gemüse und verschiedene Salate.


Bildnachweis: © Arne Dedert/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Wasser knapp: Münchner dürfen nicht mehr Rasen sprengen
Aus aller Welt

Ein trockenes Frühjahr und heiße Sommerwochen: Die Wasserversorgung in München kommt an ihre Grenzen. Wie die Stadt gegensteuert, und was das für Verbraucher bedeutet.

weiterlesen...
1.500 Euro für den Kinderschutzbund Erkelenz – Spende ermöglicht Ausflug für geflüchtete Kinder
Aus den Vereinen

1.500 Euro für den Kinderschutzbund Erkelenz – Spende ermöglicht Ausflug für geflüchtete Kinder

weiterlesen...

Neueste Artikel

Wissenschaftler: Buckelwal vor Rügen war schlecht genährt
Aus aller Welt

Die Obduktion des Meeressäugers ist nichts für empfindsame Nasen. Die Forscher haben aber erste Erkenntnisse.

weiterlesen...
Evakuierung wegen Waldbrand auch in Rheinland-Pfalz möglich
Aus aller Welt

Ein Wald- und Wiesenbrand im Landkreis Mayen-Koblenz sorgt für starke Rauchentwicklung und könnte Evakuierungen nötig machen. Was Betroffene jetzt beachten sollten und wie die Einsatzkräfte vorgehen.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Wissenschaftler: Buckelwal vor Rügen war schlecht genährt
Aus aller Welt

Die Obduktion des Meeressäugers ist nichts für empfindsame Nasen. Die Forscher haben aber erste Erkenntnisse.

weiterlesen...
Evakuierung wegen Waldbrand auch in Rheinland-Pfalz möglich
Aus aller Welt

Ein Wald- und Wiesenbrand im Landkreis Mayen-Koblenz sorgt für starke Rauchentwicklung und könnte Evakuierungen nötig machen. Was Betroffene jetzt beachten sollten und wie die Einsatzkräfte vorgehen.

weiterlesen...
ANZEIGE – Premiumpartner