8. Februar 2024 / Aus aller Welt

Flamingo Ingo - ältester Bewohner des Berliner Zoos ist tot

Das Durchschnittsalter von Flamingos liegt bei 30 Jahren. Der Berliner Flamingo Ingo aber knackte sogar die 70. Nun ist der wohl älteste Bewohner des Berliner Zoos gestorben.

Der Flamingo Ingo lebte seit 1955 in Berlin.
Veröffentlicht am 8. Februar 2024 um 10:27 Uhr von dpa

Der wohl älteste Bewohner des Berliner Zoos Ingo der Flamingo ist tot. «Ingo der Flamingo ist mit imposanten 75 Jahren altersbedingt von uns gegangen», teilte der Zoo auf Instagram mit. «In Berlin lebte der Rosa Flamingo seit 1955 – wahrlich eine Legende!». Zahlreiche Menschen zeigten sich auf Instagram betrübt über die Neuigkeiten und posteten weinende Smileys und Beileidsbekundungen unter den Post des Zoos.

Laut der Inschrift am Ring an Ingos Bein wurde das Tier nach Angaben des Zoos am 23. Juni 1948 in Kairo geboren. Die Beschriftung wurde erst vor einigen Jahren entdeckt. Das hatte zur Folge, dass Gorilla-Dame Fatou ihren damaligen Titel als älteste Zoo-Bewohnerin abgeben musste. Was es genau mit dem Datum auf sich hat und ob Ingo wirklich an jenem Tag schlüpfte, lässt sich nicht zweifelsfrei klären. Der Zoo jedoch wertete es als Beleg für sein Mindestalter. Flamingos werden in freier Wildbahn durchschnittlich um die 30 Jahre alt.

Der Berliner Zoo war nach eigenen Angaben der erste in Deutschland, dem von Anfang/Mitte der 60er-Jahre an Bruten von Chile-Flamingos und Rosaflamingos gelangen. Auch Ingo hat nach Angaben des Zoos wohl Nachkommen gezeugt, es wurde jedoch nicht Buch über den Flamingo-Nachwuchs geführt.

Wie Ingo die lange Zeit seitdem überstanden hat? Zum einen fehle es im Zoo an natürlichen Feinden, wie Tierpfleger Thomas Lenzner einmal erklärte. Außerdem gebe es eine Rundumversorgung und optimiertes Futter. Es enthält bestimmte Farbstoffe (Carotinoide), die für das zarte Rosa des Gefieders verantwortlich sind. Altersbedingt brauchte Ingo zuletzt manchmal Ruhe von seinen Artgenossen. Er war nicht mehr der schnellste und hinkte laut Lenzner ein wenig. Mit damals 75 sei das aber wenig verwunderlich.


Bildnachweis: © Gregor Fischer/dpa
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