2. Dezember 2025 / Aus aller Welt

Froschschenkel: Weltartenkonferenz stellt Tiere unter Schutz

Froschschenkel gelten in Europa als beliebte Delikatesse. Damit die Tiere überleben, sollen künftig Handelsbeschränkungen für sie gelten.

Einige Wasserfroscharten könnten künftig besser geschützt werden. (Illustration)
Veröffentlicht am 2. Dezember 2025 um 11:02 Uhr von dpa

Für den Handel mit bestimmten Wasserfröschen gelten künftig strenge Regeln. Sie werden vor allem für den Verkauf von Froschschenkeln gefangen, die einigen Menschen als Delikatesse gelten. Die zuständige Kommission der Weltartenkonferenz (Cites) hat beschlossen, vier Arten in Schutzlisten aufzunehmen. Der Beschluss muss zum Ende der Konferenz noch im Plenum bestätigt werden. 

Die Antragsteller argumentierten mit einer Gefahr durch den internationalen Handel mit Froschschenkeln vor allem für den europäischen Markt. Der Organisation Pro Wildlife zufolge ist die EU der weltweit größte Importeur von Froschschenkeln. Die Entscheidung zur Beschränkung des Handels begrüßt die Organisation daher. «Das ist ein Riesenerfolg, den wir sehr feiern», sagte Sandra Altherr. Mit der Listung soll ihr zufolge «der Raubbau an Wasserfröschen aus der Türkei, Albanien und Aserbaidschan künftig gestoppt werden». 

Auch Inka Gnittke von der Leitung der deutschen Delegation in Samarkand sah im Vorfeld der Konferenz die EU als Konsument und Zielort des Handels in der Verantwortung. Gelten sollen die Regeln zum Schutz der Wasserfrösche verzögert ab Mitte 2027.

Das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (Cites) regelt den globalen Handel mit gefährdeten Arten. Ziel ist, ihr Überleben sicherzustellen. Bislang ist dadurch der Handel mit mehr als 40.000 Tier- und Pflanzenarten beschränkt oder verboten worden. Seit Montag ringen die Vertragsstaaten in der usbekischen Großstadt Samarkand in Zentralasien um Regeln.


Bildnachweis: © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/ZB
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