28. April 2025 / Aus aller Welt

Gesuchter stellt sich nach Bluttat in französischer Moschee

Nach dem tödlichen Messerangriff in einer Moschee hat sich der Verdächtige gestellt. Die Fahnder ermitteln wegen Mordes aus rassistischen oder religiösen Motiven.

Nach einer tödlichen Messerattacke auf einen Gläubigen in einer Moschee im Süden Frankreichs hat sich der Verdächtige in Italien gestellt (Archivbild).
Veröffentlicht am 28. April 2025 um 17:53 Uhr von dpa

Nach der tödlichen Messerattacke auf einen Gläubigen in einer Moschee im Süden Frankreichs hat sich der Verdächtige in Italien der Polizei gestellt. Ein Ermittlungsrichter müsse nun das tatsächliche Motiv des Angreifers und die Umstände der Tat ermitteln, sagte Staatsanwältin Cécile Gensac in Nîmes. Ermittelt werde wegen Mord aus Heimtücke und aus rassistischen oder religiösen Motiven.

Der zunächst gesuchte 21-jährige Franzose hatte sich am späten Sonntagabend auf einer Polizeiwache im Hunderte Kilometer vom Tatort entfernten Pistoia gestellt. Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, war der junge Mann zuvor geflüchtet, nachdem Fahnder ihn in der Gegend des Tatorts lokalisiert hatten.

Täter stach auf knienden Gläubigen ein

Der Angreifer war am Freitag in die Moschee in der Kleinstadt La Grand-Combe eingedrungen und hatte einen jungen Gläubigen mit bis zu 50 Messerstichen getötet, als dieser sich zum Gebet hinkniete. Unmittelbar nach der Tat hatte er mit seinem Handy das Opfer gefilmt und dabei Allah beschimpft. Auf seinem Video bekundete er in wirren Äußerungen seine Absicht, erneut zu handeln.

Zum Zeitpunkt der Tat waren Opfer und Täter allein im Gebäude, erst am Vormittag fanden weitere Besucher des Gebetshauses den Toten. Frankreich reagierte mit Abscheu und Entsetzen auf das Verbrechen. Es entbrannte eine Debatte darüber, ob die Tat Beleg für eine wachsende Islamfeindlichkeit im Land sei.


Bildnachweis: © Sylvain Thomas/AFP/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Picknick & Poesie: Open-Air-Lesung im Ziegelweiherpark Erkelenz
News aus Erkelenz

Am 13. August lädt die 54. Erkelenzer Leseburg um 19 Uhr zur Open-Air-Lesung mit Picknick im Ziegelweiherpark ein.

weiterlesen...
ELECTRISIZE 2026: Das Foto-Voting ist gestartet – jetzt für euren Favoriten abstimmen!
Aus dem Erkelenzer Land

Das ELECTRISIZE 2026 liegt hinter uns – doch die besonderen Momente des Festivals bleiben!

weiterlesen...
Größter Waldbrand in NRW – Evakuierung in der Eifel
Aus aller Welt

Flammen, Rauch und Weltkriegsmunition: Eine Feuerwalze im Hürtgenwald rückt an die Eifel-Gemeinde Gey heran. Der wohl größte Waldbrand in NRW fordert Feuerwehr und Anwohner bis an ihre Grenzen.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Brand in zwei Schulen im Kongo - mindestens 15 tote Kinder
Aus aller Welt

Auf der Flucht vor einem Feuer starben mindestens 15 Kinder im Kongo. Der Brand in einem Wohnviertel zerstörte zwei Grundschulen und zahlreiche Häuser. Die Zahl der Toten könnte noch steigen.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Brand in zwei Schulen im Kongo - mindestens 15 tote Kinder
Aus aller Welt

Auf der Flucht vor einem Feuer starben mindestens 15 Kinder im Kongo. Der Brand in einem Wohnviertel zerstörte zwei Grundschulen und zahlreiche Häuser. Die Zahl der Toten könnte noch steigen.

weiterlesen...
ANZEIGE – Premiumpartner