5. August 2024 / Aus aller Welt

Krokodil nach mutmaßlicher Attacke in Australien getötet

Ein Angler wird vermisst - die Behörden gehen davon aus, dass er tot ist. Hat das fahrlässige Verhalten einiger Menschen den mutmaßlichen Krokodil-Angriff begünstigt?

Durchschnittlich kommt es in Australien zu zwei tödlichen Krokodil-Angriffen pro Jahr. (Symbolbild)
Veröffentlicht am 5. August 2024 um 15:19 Uhr von dpa

Nach einem mutmaßlichen Angriff auf einen 40 Jahre alten Angler in Australien haben Ranger ein Krokodil getötet. Das knapp fünf Meter lange Reptil sei etwa vier Kilometer von dem Unglücksort entfernt von einem Hubschrauber aus gesichtet worden, teilte die Wildschutzbehörde mit. Es sei anhand einer markanten weißen Narbe an der Schnauze erkannt worden.

Behörden sprechen inzwischen von «tödlichem Angriff»

Die Suche nach dem 40-Jährigen gehe zwar weiter, es sei aber zu befürchten, dass er tot sei, hieß es in Medienberichten. Auch ein Sprecher der Wildschutzbehörde bezeichnete den Vorfall inzwischen als einen «tödlichen Angriff». Der Kadaver des Krokodils sei der Polizei übergeben worden. Es sei vermutlich mehrere Jahrzehnte alt.

Der Angriff geschah am Samstag nahe Cooktown im Norden des tropischen Bundesstaates Queensland. Erste Ermittlungen ergaben, dass der Mann am Flussufer geangelt hatte, als er ins Wasser fiel und nicht wieder auftauchte, wie es in einer Erklärung der Polizei hieß. 

Den Berichten zufolge war der Mann mit Frau und Kindern am Ufer des bei Anglern beliebten Flusses Annan unterwegs. Die Familie aus dem benachbarten Bundesstaat New South Wales sei mit einem Wohnwagen auf der Durchreise gewesen. «Mein Beileid gilt der Familie, die im Augenblick offensichtlich traumatisiert ist», zitierte der Sender 7News Ermittler Greg Finucane.

Menschen sollen in der Nähe Krokodile gefüttert haben

Die Behörden gehen auch Hinweisen in sozialen Netzwerken nach, wonach nahe dem Unglücksort Menschen gesehen worden seien, die Krokodile fütterten. «Das ist sehr gefährlich und sehr rücksichtslos», sagte ein Sprecher der Wildschutzbehörde. Die Reptilien würden dadurch ermuntert, in der Gegend zu verweilen, und stellten somit ein großes Sicherheitsrisiko dar. Das Füttern von Krokodilen gilt als Straftat und kann mit einer Geldbuße von umgerechnet rund 3.800 Euro geahndet werden.

Erst im Juli war es in Australien zu einer tödlichen Krokodil-Attacke auf ein zwölf Jahre altes Mädchen gekommen. Ranger töteten später ein 4,2 Meter langes Reptil im Northern Territory. Das Kind war nahe einer Aborigine-Gemeinde schwimmen, bevor es verschwand. Einsatzkräfte entdeckten später Überreste des Mädchens. Durchschnittlich kommt es in Australien zu zwei tödlichen Krokodil-Angriffen pro Jahr.


Bildnachweis: © Carola Frentzen/dpa
Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

1.500 Euro für den Kinderschutzbund Erkelenz – Spende ermöglicht Ausflug für geflüchtete Kinder
Aus den Vereinen

1.500 Euro für den Kinderschutzbund Erkelenz – Spende ermöglicht Ausflug für geflüchtete Kinder

weiterlesen...
Einbruch in Lagerhalle
Polizeimeldungen

Hückelhoven-Hilfarth (ots) - Mehrere unbekannte Täter verschafften sich in der Nacht zu

weiterlesen...
Vorbestrafter Mann nach Angriff auf Bahnmitarbeiter frei
Aus aller Welt

Nach einer brutalen Attacke stürzt ein Bahnmitarbeiter aus einem Zug und wird schwerst verletzt. Gegen einen Fahrgast wird Haftbefehl beantragt - doch der vorbestrafte Mann kommt auf freien Fuß.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Arday: Cambridge-Kanzler prangert «rassistische Hetzjagd» an
Aus aller Welt

Der Fall Arday bewegt Großbritannien weiter. Nach dem Tod des früheren Star-Professors erhebt der Kanzler der Uni Cambridge schwere Vorwürfe gegen den Umgang mit dem 41-Jährigen.

weiterlesen...
Makabrer Fund: Urne aus Deutschland an italienischem Strand
Aus aller Welt

Eine Frau macht einen Spaziergang am Meer - und eine unangenehme Entdeckung: Im Sand liegt eine Urne mit der Asche eines Menschen. Noch weiß niemand, wie sie dorthin kommen konnte.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Arday: Cambridge-Kanzler prangert «rassistische Hetzjagd» an
Aus aller Welt

Der Fall Arday bewegt Großbritannien weiter. Nach dem Tod des früheren Star-Professors erhebt der Kanzler der Uni Cambridge schwere Vorwürfe gegen den Umgang mit dem 41-Jährigen.

weiterlesen...
Makabrer Fund: Urne aus Deutschland an italienischem Strand
Aus aller Welt

Eine Frau macht einen Spaziergang am Meer - und eine unangenehme Entdeckung: Im Sand liegt eine Urne mit der Asche eines Menschen. Noch weiß niemand, wie sie dorthin kommen konnte.

weiterlesen...
ANZEIGE – Premiumpartner