21. Oktober 2024 / Aus aller Welt

Kuba meldet teilweise Wiederherstellung des Stroms

Blackout und Hurrikan: Die Kubaner hatten am Wochenende gleichzeitig mit zwei Problemen zu kämpfen. Die Regierung meldet Fortschritte bei der Wiederherstellung des Stroms - aber auch Überschwemmungen.

Auf Kuba war am Freitagvormittag das veraltete Stromnetz zusammengebrochen, was zu einem Stromausfall auf der gesamten Insel führte.
Veröffentlicht am 21. Oktober 2024 um 20:24 Uhr von dpa

Drei Tage nach dem landesweiten Stromausfall auf Kuba haben viele Haushalte nach offiziellen Angaben wieder Elektrizität. Vor allem im Westen der Karibikinsel mit der Hauptstadt Havanna seien Fortschritte bei der Behebung des Ausfalls erzielt worden, sagte Energieminister Vicente de la O. Laut Havannas Provinzverwaltung wurde dort knapp 90 Prozent der Stromversorgung wiederhergestellt. Am Freitagvormittag war Kubas veraltetes Stromnetz zusammengebrochen, was zu einem landesweiten Stromausfall führte.

Nach Angaben des Ministerpräsidenten Manuel Marrero beträgt die gesamte Leistung derzeit rund 700 Megawatt. Das entspricht allerdings knapp einem Viertel des bisherigen Stromverbrauchs zu Zeiten des höchsten Bedarfs auf der Insel mit rund zehn Millionen Einwohnern. Vor dem Stromausfall gab es bereits ein Erzeugungsdefizit. In Teilen des Landes dauerten die täglichen Stromausfälle bis zu zwölf Stunden an. Das von der Kommunistischen Partei autoritär regierte Land erlebt seit mehreren Jahren eine seiner schwersten Wirtschaftskrisen seit der Revolution von 1959. 

Einwohner müssen nach dem Sturm ihre Häuser verlassen

Wegen der Stromkrise und des Hurrikans «Oscar», der am Wochenende Kubas Küste erreichte, bleiben auf der Insel nicht notwendige Aktivitäten mindestens bis Mittwoch eingestellt, wie die staatliche Zeitung «Granma» berichtete. Der Sturm war am Sonntag als Hurrikan der niedrigsten Kategorie 1 von 5 an der östlichen kubanischen Nordküste auf Land getroffen. 

Städte wie Baracoa, Imías und Maisí in der Provinz Guantánamo seien am stärksten betroffen gewesen, teilte die kubanische Regierung auf der Plattform X mit. In der Region habe «Oscar» schwere Überschwemmungen verursacht. Betroffene Einwohner würden vom Zivilschutz aus überfluteten Orten evakuiert. Rund 1.000 Häuser wurden demnach durch den Sturm beschädigt.


Bildnachweis: © Nick Kaiser/dpa
Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

1.500 Euro für den Kinderschutzbund Erkelenz – Spende ermöglicht Ausflug für geflüchtete Kinder
Aus den Vereinen

1.500 Euro für den Kinderschutzbund Erkelenz – Spende ermöglicht Ausflug für geflüchtete Kinder

weiterlesen...
Einbruch in Lagerhalle
Polizeimeldungen

Hückelhoven-Hilfarth (ots) - Mehrere unbekannte Täter verschafften sich in der Nacht zu

weiterlesen...
Vorbestrafter Mann nach Angriff auf Bahnmitarbeiter frei
Aus aller Welt

Nach einer brutalen Attacke stürzt ein Bahnmitarbeiter aus einem Zug und wird schwerst verletzt. Gegen einen Fahrgast wird Haftbefehl beantragt - doch der vorbestrafte Mann kommt auf freien Fuß.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Waldbrand im Hohen Venn bleibt «unberechenbar»
Aus aller Welt

Der Kampf gegen den Flächenbrand im belgischen Naturschutzgebiet dauert an. Auch deutsche Einsatzkräfte sind beteiligt. Erneut könnte das Wetter mit Regen helfen - oder mit Wind die Lage verschärfen.

weiterlesen...
Arday: Cambridge-Kanzler prangert «rassistische Hetzjagd» an
Aus aller Welt

Der Fall Arday bewegt Großbritannien weiter. Nach dem Tod des früheren Star-Professors erhebt der Kanzler der Uni Cambridge schwere Vorwürfe gegen den Umgang mit dem 41-Jährigen.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Waldbrand im Hohen Venn bleibt «unberechenbar»
Aus aller Welt

Der Kampf gegen den Flächenbrand im belgischen Naturschutzgebiet dauert an. Auch deutsche Einsatzkräfte sind beteiligt. Erneut könnte das Wetter mit Regen helfen - oder mit Wind die Lage verschärfen.

weiterlesen...
Arday: Cambridge-Kanzler prangert «rassistische Hetzjagd» an
Aus aller Welt

Der Fall Arday bewegt Großbritannien weiter. Nach dem Tod des früheren Star-Professors erhebt der Kanzler der Uni Cambridge schwere Vorwürfe gegen den Umgang mit dem 41-Jährigen.

weiterlesen...
ANZEIGE – Premiumpartner