16. August 2025 / Aus aller Welt

Mehr als 365 Tote nach Sturzfluten in Himalaya-Region

In Südasien ist Monsunzeit. Doch der ersehnte Regen bringt auch Leid: Sturzfluten und Erdrutsche reißen in Pakistan und Indien Menschen und Häuser mit. Die Rettungsunterfangen sind schwierig.

Die Wassermassen überraschten Pilger beim Essen. Mindestens 65 Menschen sind in Kaschmir bei einer Sturzflut gestorben.
Veröffentlicht am 16. August 2025 um 14:25 Uhr von dpa

Nach schweren Regenfällen und Sturzfluten in Pakistan und Indien ist die Zahl der Toten auf mehr als 365 Menschen gestiegen. Vielerorts werden noch Menschen vermisst, nachdem in der Himalayaregion ganze Ortschaften überschwemmt wurden.

In Pakistan liegt die Zahl der Toten laut einem Sprecher der nationalen Katastrophenschutzbehörde nunmehr bei über 300. Am stärksten betroffen ist der Distrikt Buner in der nordwestlichen Provinz Khyber Pakhtunkhwa, in der sich Rettungskräfte nach einem heftigen Wolkenbruch bemühen, weitere Lebende zu finden und Leichen aus Trümmern und Schlamm zu bergen. Am Freitag waren fünf Rettungskräfte bei dem Absturz ihres Hubschraubers gestorben.

Das schlechte Wetter und die Abgeschiedenheit des Katastrophengebiets erschweren die Rettungsarbeiten, bei denen auch das Militär hilft. Die Provinzregierung hat den Samstag als Trauertag bestimmt. Den Behörden zufolge ist das Ausmaß der Schäden noch nicht absehbar.

Zahl der Toten in Indien liegt bei 65

In dem von Indien kontrollierten Teil Kaschmirs läuft der Rettungseinsatz ebenfalls weiter. Die Zahl der Toten lag örtlichen Behörden zufolge bei 65. 200 Menschen wurden verletzt, viele davon schwer. Im großen, unübersichtlichen Gebiet rund um das Dorf Chositi im Distrikt Kishtwar befürchteten Einsatzkräfte weitere Opfer. Als vermisst galten noch 33 Menschen.

Der Ort ist ein Zwischenstopp auf einer beliebten Route zu einem hinduistischen Schrein. Berichten zufolge spülte die Flut am Donnerstag provisorische Zeltküchen weg, als Pilger gerade beim Essen waren.

Tote bei Überflutungen gab es auch im pakistanisch kontrollierten Teil Kaschmirs und der an Indien und China grenzenden Region Gilgit-Baltistan. 

Monsun bringt ersehnten Regen - und Tod

In der Monsunzeit, die von Juni bis September geht, kommen Sturzfluten in der Himalaya-Region häufig vor. Für Pakistan zählt die Katastrophenschutzbehörde mittlerweile mindestens 634 Tote seit Beginn der Saison.

Auch die Einwohner der nordindischen Bundesstaaten Himachal Pradesh und Uttarakhand kämpfen mit Überschwemmungen und Schlammlawinen durch die intensiven Niederschläge. 

In Nepal sind laut Katastrophenschutz seit Mitte April mindestens 124 Menschen bei Sturzfluten und Erdrutschen gestorben, die im Zusammenhang mit dem Monsun und vorhergehenden Wetterphänomenen stehen.


Bildnachweis: © Channi Anand/AP/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

14-Jährige stürzt beim Klettern in Südtirol zu Tode
Aus aller Welt

Eine Familie aus Tschechien macht Urlaub in den Dolomiten. Bei einer Tour auf mehr als 2.500 Meter Höhe verliert die Tochter das Gleichgewicht. Alle Hilfe kommt zu spät.

weiterlesen...
Kurze Pause vor der nächsten Hitze - 36 Grad am Wochenende
Aus aller Welt

Am Samstag und Sonntag wird es in weiten Teilen Deutschlands wieder heiß. Und auch die nächste Woche bringt kaum Abkühlung.

weiterlesen...
Picknick & Poesie: Open-Air-Lesung im Ziegelweiherpark Erkelenz
News aus Erkelenz

Am 13. August lädt die 54. Erkelenzer Leseburg um 19 Uhr zur Open-Air-Lesung mit Picknick im Ziegelweiherpark ein.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Randalierender Passagier in den USA auf Sitz festgeklebt
Aus aller Welt

Er soll betrunken gewesen sein und Crew sowie Mitreisende beleidigt haben. Die Maschine musste ihren Inlandsflug in Baltimore unterbrechen.

weiterlesen...
Korruptionsaffäre in Monaco zieht weitere Kreise
Aus aller Welt

Ein geplatztes Großprojekt, Ermittlungen und gegenseitige Vorwürfe: Die Korruptionsaffäre in Monaco nimmt weiter Fahrt auf.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Randalierender Passagier in den USA auf Sitz festgeklebt
Aus aller Welt

Er soll betrunken gewesen sein und Crew sowie Mitreisende beleidigt haben. Die Maschine musste ihren Inlandsflug in Baltimore unterbrechen.

weiterlesen...
Korruptionsaffäre in Monaco zieht weitere Kreise
Aus aller Welt

Ein geplatztes Großprojekt, Ermittlungen und gegenseitige Vorwürfe: Die Korruptionsaffäre in Monaco nimmt weiter Fahrt auf.

weiterlesen...
ANZEIGE – Premiumpartner