Mexikos Oberster Gerichtshof hat erstmals zugunsten eines Tieres entschieden: Ein als «traurigste Elefantin der Welt» bekanntgewordener Dickhäuter aus einem Zoo in Mexiko-Stadt soll bessere Lebensbedingungen erhalten. Das entschied das Gericht nach jahrelangem Einsatz von Tierschutzorganisationen für das Wohl der Elefantenkuh Ely. Das mehr als 40 Jahre alte Tier hat die Hälfte seines Lebens in einem Zirkus verbracht und litt im Zoo laut Aktivisten zeitweise an Depressionen. Das Gericht ordnete an, Elys Gehege dem natürlichen Lebensraum von Elefanten weitestmöglich anzugleichen und die Gesundheit des Tieres besser zu überwachen. Der tonnenschwere Koloss ist seit 13 Jahren im Zoo von San Juan de Aragón in der mexikanischen Hauptstadt untergebracht. Jahrelang musste der Afrikanische Elefant dort allein leben. Nach Angaben von Aktivisten begann Ely wegen ihrer Traurigkeit und aus Stress den Kopf gegen die Wände zu schlagen. Im Jahr 2023 wurde die Elefantenkuh Gipsy aus einem anderen Zoo nach Mexiko-Stadt gebracht, um Ely dauerhaft Gesellschaft zu leisten. Im März 2024 vergrößerte sich die Familie um Annie, eine weitere Elefantenkuh aus dem Bundesstaat Jalisco. «Der Fall des Elefanten Ely hat uns gelehrt, dass die Justiz auch Tiere als fühlende Wesen schützen muss», teilte Yasmín Esquivel Mossa, eine der Obersten Richterinnen, mit. Die Behörden seien jetzt verpflichtet, die Gesundheit des Tieres und eine würdige Behandlung zu gewährleisten. Kein Lebewesen im Zoo solle als «bloßes Objekt des Spektakels» behandelt werden. Auch das Umweltministerium von Mexiko-Stadt begrüßte die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs und bekräftigte, dass Ely bereits seit ihrer Ankunft im Zoo einer «speziellen Pflege» unterzogen wurde, «um ihre Lebensqualität zu verbessern». Seit 2023 sei ihr Gehege vergrößert worden. Außerdem seien zwei weitere Elefanten als Gesellschaft hinzugekommen.Ely schlug mit dem Kopf gegen die Wände - aus Traurigkeit
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Mexikos Justiz schützt «traurigste Elefantin der Welt»
Jahrelang fristete die Elefantenkuh Ely im Zoo ein jämmerliches Dasein - Depressionen inklusive. Nun gibt es für sie Hoffnung auf ein besseres Leben. Grund dafür ist eine juristische Premiere.
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