30. Mai 2023 / Aus aller Welt

Nach Großbrand in Sydney: Polizei sucht nach zwei Vermissten

Aus bislang ungeklärtem Grund brennt vergangene Woche ein leerstehendes Gebäude in der australischen Millionenmetropole. Nach dem schweren Feuer ist der Verbleib von zwei Menschen unklar.

Arbeiter bereiten sich auf den Abriss der früheren Hutfabrik vor, die bei dem Brand in Sydney schwer beschädigt wurde. In dem leerstehenden Gebäude hatten vor dem Feuer Obdachlose Untersc...
Veröffentlicht am 30. Mai 2023 um 05:00 Uhr von dpa

Nach dem gewaltigen Brand in einem historischen Gebäude im Herzen von Sydney suchen Einsatzkräfte mit Hilfe von Spürhunden in den Trümmern nach zwei möglichen Vermissten.

In der früheren Hutfabrik im Stadtteil Surry Hills, die am Donnerstag den Flammen zum Opfer gefallen war, hätten zeitweise bis zu 15 Obdachlose Unterschlupf gefunden, berichtete die australische Nachrichtenagentur AAP am Dienstag unter Berufung auf die Behörden. Von zwei von ihnen fehle seit dem Feuer jede Spur. Die Fabrik stand seit Jahren leer und hätte demnächst für Dutzende Millionen australische Dollar in ein Hotel umgewandelt werden sollen.

Rund 100 Anwohner aus angrenzenden Gebäuden können den Angaben zufolge wegen Sicherheitsbedenken noch immer nicht in ihre Wohnungen zurück. Am Dienstag sollte derweil mit den Abrissarbeiten der noch verbleibenden Teile der 1912 erbauten Fabrik begonnen werden, teilte die Polizei des Bundesstaates New South Wales mit. Zudem mussten riesige Mengen an Trümmern geräumt werden, da das Dach und Teile der Fassade eingestürzt waren.

Die Brandursache ist derweil noch immer unklar. Jedoch hätten sich vier Jugendliche bei der Polizei gemeldet, die offenbar kurz vor Ausbruch des Feuers in dem Gebäude waren. Inwieweit sie involviert waren, wurde nicht bekannt. «Bislang wurde keine Anklage erhoben», hieß es von der Polizei lediglich.

Surry Hills ist ein auch bei Touristen beliebter Stadtteil in der australischen Millionenmetropole. Die schwarzen Rauchschwaden des Flammeninfernos waren vergangene Woche fast in der ganzen Stadt zu sehen. Es dauerte Stunden, bis das Feuer halbwegs unter Kontrolle war.


Bildnachweis: © Dean Lewins/AAP/dpa
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