27. Januar 2023 / Aus aller Welt

Neuseelands größte Stadt Auckland unter Wasser

In weiten Teilen von Neuseelands größter Stadt Auckland soll es in nur 15 Stunden soviel geregnet haben wie sonst in einem ganzen Sommer. Die Folgen seien «furchterregend», sagt eine Politikerin.

Menschen waten durch das Hochwasser einer vollkommen überschwemmten Straße in Auckland.
Veröffentlicht am 27. Januar 2023 um 17:25 Uhr von dpa

Nach massiven Regenfällen mitten im neuseeländischen Sommer stehen weite Teile der größten Stadt Auckland unter Wasser. Die Bürger der Metropole auf der Nordinsel mit 1,6 Millionen Einwohnern wurden vom Zivilschutz aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen und sich auf mögliche Evakuierungen vorzubereiten. Die Behörden riefen am Abend (Ortszeit) den Notstand für die Region aus.

Das Nationale Forschungsinstitut NIWA teilte mit, dass in einigen Gebieten der Stadt innerhalb von 15 Stunden 80 Prozent der Niederschlagsmenge gefallen sei, die sonst im ganzen Sommer gemessen werde. Besonders betroffen waren die Vororte Kumeu und Albany.

Helfer mit Kajaks und Jetskis im Einsatz

«Es ist möglich, dass Teile von Auckland an einem einzigen Tag so viel Regen erleben werden, wie sonst im gesamten Sommer», twitterte NIWA. Die Feuerwehr war mit Kajaks und Jetskis im Einsatz, um Menschen aus ihren Häusern zu retten. Ein geplantes Konzert von Elton John im Mount Smart Stadium wurde kurz vor dem Start aus Sicherheitsgründen abgesagt. 40.000 Fans mussten enttäuscht und durchnässt den Heimweg antreten.

Zahlreiche Straßen wurden gesperrt. Auf im Internet verbreiteten Videos war zu sehen, wie Autos in den Fluten trieben. Rettungskräfte waren unermüdlich dabei, Menschen in Sicherheit zu bringen. Augenzeugen berichteten vom schlimmsten Hochwasser, das sie je erlebt hätten.

In einigen Stadtgebieten von Auckland fiel der Strom aus. Auch Teile des Flughafens waren überflutet. Passagiere wurden aufgefordert nicht mehr zum Terminal für internationale Flüge zu kommen, da das Gebäude überschwemmt war. Für die Nacht wurde weiterer Regen erwartet.

Grünen-Politikerin Golriz Ghahraman twitterte, die Szenen, die sich in den Überschwemmungsgebieten abspielten, seien «furchterregend» und betonte: «Das ist es, was wir wegen der Klimakrise immer wieder rund um den Globus erleben werden, bis wir sie in der Politik und in unserem Handeln ernst nehmen.» Bürgermeister Wayne Brown sagte dem Sender Radio New Zealand: «Der Regen muss aufhören, das ist das Hauptproblem.»


Picture credit: © Hayden Woodward/New Zealand Herald/AP/dpa
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