Schwere Waldbrände toben im Umkreis von Jerusalem. Zahlreiche Feuerwehr- und Rettungskräfte waren nach eigenen Angaben im Einsatz, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Die zentrale Schnellstraße zwischen Tel Aviv und Jerusalem wurde im Bereich der Brände gesperrt. Auf Videos war zu sehen, wie Menschen wegen des dichten Rauchs auf der Straße aus ihren Autos flüchteten und diese stehenließen. Ein Sprecher des Rettungsdienstes Magen David Adom sagte, insgesamt seien 13 Menschen verletzt worden. Nach Angaben der Rettungskräfte wurden zwei Babys mit Rauchverletzungen ins Krankenhaus gebracht. Auch zwei schwangere Frauen seien unter den Verletzten. Die israelische Feuerwehr kämpft Berichten zufolge derzeit an fünf Brandherden in der Umgebung von Jerusalem. Israels Außenminister Gideon Saar teilte mit, er habe etliche Länder, darunter Griechenland, Frankreich, Großbritannien und Italien um Unterstützung gebeten. In einer Regierungserklärung hieß es zuvor, es werde erwartet, dass internationale Löschflugzeuge ab Freitag im Einsatz sein könnten. Mehrere Wohnorte mussten geräumt werden. Israels Generalstabschef Ejal Zamir wies die Armee an, die israelische Polizei und Feuerwehr bei Bedarf bei der Löschung der Feuer zu unterstützen. Es seien bereits einige Kräfte des Militärs vor Ort im Einsatz. Israels Polizei zufolge sind auch im Süden des Landes Brände ausgebrochen. Nach Medienberichten ist die Feuerwehr auch in Nordisrael nach dem Ausbruch von Waldbränden im Einsatz. Berichte über Verletzte gab es im Norden und Süden zunächst nicht. Israels Polizei teilte mit, ein Anwohner aus dem arabisch geprägten Ostteil Jerusalems sei wegen mutmaßlicher Brandstiftung auf einem Feld im Süden der Stadt festgenommen worden. Er habe zunächst versucht, zu fliehen. Israelischen Medien zufolge gab es weitere Festnahmen. In den sozialen Medien gab es einzelne Aufrufe in arabischer Sprache zur Brandstiftung in Israel. Der Bezirksleiter der Jerusalemer Feuerwehr sprach im israelischen Fernsehen von dem «vielleicht größten» Waldbrand, den es je in Israel gegeben habe. Ehe die Feuer gelöscht seien, werde es noch sehr lange dauern, sagte Schmulik Friedman weiter. Die Brandursache ist seinen Angaben zufolge derzeit noch unklar. 2010 waren bei der schlimmsten Feuersbrunst in der israelischen Geschichte im Karmel-Gebirge mehr als 40 Menschen getötet worden. Bei den tagelangen Bränden entstanden Millionenschäden, breite Waldgebiete wurden vernichtet. Ein Nachrichtensprecher des israelischen Senders Channel 12 verkündete live im Fernsehen, dass sein Team das Studio des Senders wegen eines nahen Feuers räumen müsse. In den Wäldern rund um Jerusalem kommt es immer wieder zu Bränden. Wegen starker Winde sollen nach Medienberichten die diesjährigen Feiern zum israelischen Unabhängigkeitstag eingeschränkt werden. Sie sollten am Abend beginnen. Anwohner des Gazastreifens berichteten, starker Wind habe Zelte von Vertriebenen aus dem Boden gerissen. Feuer seien aber bislang in dem Gebiet nicht ausgebrochen. Nach Angaben des israelischen Wetterdienstes soll der Wind noch bis Mitternacht anhalten, die Gefahr einer Ausbreitung der Brände sei deshalb weiterhin hoch. Den Angaben nach ist vor allem das Zentrum des Landes, darunter die Gegend um Jerusalem, betroffen. Dort werden Windböen von 60 bis 70 Kilometer pro Stunde erwartet.Wohnorte geräumt, Hilfe aus dem Ausland erbeten
Feuerwehr: Vielleicht größter Waldbrand in Israels Geschichte
Heftiger Wind auch im Gazastreifen
Bildnachweis: © ---/Magen David Adom/dpa
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Schwere Waldbrände wüten bei Jerusalem
In den Wäldern im Umkreis von Jerusalem kommt es immer wieder zu heftigen Bränden. Diesmal sind die Feuer so stark, dass mehrere Wohnorte in Israel geräumt werden. Auch Feierlichkeiten sind betroffen.
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