23. Januar 2026 / Aus aller Welt

Spaniens Justiz stellt Verfahren gegen Julio Iglesias ein

Nach Vorwürfen ehemaliger Angestellter stellt Spaniens Justiz das Verfahren gegen Julio Iglesias ein. Die Gerichte sehen sich nicht zuständig für die mutmaßlichen Taten im Ausland.

Julio Iglesias lebt seit Langem zurückgezogen in der Karibik. (Archivbild)
Veröffentlicht am 23. Januar 2026 um 19:07 Uhr von dpa

Die spanische Justiz hat das Ermittlungsverfahren gegen Schlager-Weltstar Julio Iglesias wegen fehlender Zuständigkeit eingestellt. Entsprechende Berichte spanischer Medien bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Nationalen Gerichtshof in Madrid auf Anfrage. 

Das Verfahren war eingeleitet worden, nachdem zwei frühere Angestellte Anzeige gegen Iglesias wegen des Vorwurfs sexueller Übergriffe und Gewaltanwendung erstattet hatten. Beide Frauen waren in den Häusern des Sängers in der Dominikanischen Republik und auf den Bahamas angestellt. Der 82 Jahre alte Sänger hatte die Vorwürfe vehement zurückgewiesen und die Einstellung des Verfahrens beantragt. 

Die Staatsanwaltschaft argumentiert, die spanischen Gerichte seien nicht zuständig. Daher sei die Staatsanwaltschaft des Nationalen Gerichtshofs nicht befugt, die Voruntersuchung der gemeldeten Ereignisse durchzuführen, schrieb die spanische Zeitung «La Vanguardia». Weder seien die genannten möglichen Straftaten in Spanien begangen worden, noch hätten die Klägerinnen oder der Beschuldigte ihren Wohnsitz im Inland. 

Justiz in der Karibik wäre zuständig

Ob sich die beiden Frauen - eine Kolumbianerin und eine Brasilianerin - nun an die Justiz in den Ländern richten, in denen die möglichen Straftaten begangen wurden, war zunächst unbekannt.

Die Anschuldigungen waren am Dienstag vergangener Woche von der spanischen Digitalzeitung «elDiario.es» und dem spanischsprachigen US-TV-Sender Univisión Noticias nach einer gemeinsamen dreijährigen Recherche veröffentlicht worden. Die mutmaßlichen Taten sollen sich demnach im Jahr 2021 in zwei Villen von Iglesias in Punta Cana in der Dominikanischen Republik sowie in Lyford Cay auf den Bahamas ereignet haben.

In den vergangenen Jahren war es um Iglesias still geworden. Der Madrilene lebt seit Langem zurückgezogen in der Karibik. Bereits seit 2019 meidet er öffentliche Auftritte.


Bildnachweis: © How Hwee Young/EPA/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

14-Jährige stürzt beim Klettern in Südtirol zu Tode
Aus aller Welt

Eine Familie aus Tschechien macht Urlaub in den Dolomiten. Bei einer Tour auf mehr als 2.500 Meter Höhe verliert die Tochter das Gleichgewicht. Alle Hilfe kommt zu spät.

weiterlesen...
Nach Skandal: Top-Restaurant Noma ist zurück
Aus aller Welt

Das weltberühmte Noma öffnet wieder: In Kopenhagen erfindet es sich ab heute neu. Obwohl, nicht ganz. Ex-Starkoch Redzepi ist in neuer Rolle mit dabei - trotz massiver Vorwürfe früherer Mitarbeiter.

weiterlesen...
Picknick & Poesie: Open-Air-Lesung im Ziegelweiherpark Erkelenz
News aus Erkelenz

Am 13. August lädt die 54. Erkelenzer Leseburg um 19 Uhr zur Open-Air-Lesung mit Picknick im Ziegelweiherpark ein.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Forscher: Wasserdefizit in Deutschland verschlimmert sich
Aus aller Welt

In Deutschland nehmen die Wasserreserven immer weiter ab. Nun machen Forscher deutlich, dass nicht fehlender Regen, sondern die steigenden Temperaturen dafür maßgeblich sind.

weiterlesen...
Mehr als 1.000 Fälle von West-Nil-Virus in Europa
Aus aller Welt

In Europa steigen die Infektionen mit dem West-Nil-Virus: Inzwischen sind 15 Länder betroffen – auch Deutschland gehört dazu.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Forscher: Wasserdefizit in Deutschland verschlimmert sich
Aus aller Welt

In Deutschland nehmen die Wasserreserven immer weiter ab. Nun machen Forscher deutlich, dass nicht fehlender Regen, sondern die steigenden Temperaturen dafür maßgeblich sind.

weiterlesen...
Mehr als 1.000 Fälle von West-Nil-Virus in Europa
Aus aller Welt

In Europa steigen die Infektionen mit dem West-Nil-Virus: Inzwischen sind 15 Länder betroffen – auch Deutschland gehört dazu.

weiterlesen...
ANZEIGE – Premiumpartner