3. Januar 2024 / Aus aller Welt

Hochwasser und Sturm in Großbritannien und Frankreich

Sturmtief «Henk» fegt mit viel Regen über die Britischen Inseln. In Frankreich spitzt sich die Hochwasserlage zu.

Von Sturm «Henk» verursachte Schäden in einer Straße in London.
Veröffentlicht am 3. Januar 2024 um 14:58 Uhr von dpa

In Großbritannien ist ein Autofahrer ums Leben gekommen, als ein Baum auf sein Fahrzeug gestürzt ist. Der Mann war am Dienstag in der englischen Grafschaft Gloucestershire unterwegs - an dem Tag brachte Sturm «Henk» heftigen Wind und Regen. An etlichen Orten wurde auch am Mittwoch vor Hochwasser gewarnt, wie die Nachrichtenagentur PA meldete. Mehrere Straßen waren überschwemmt.

In der Nähe von Northampton mussten mehrere Menschen in Sicherheit gebracht werden. Im Bahnverkehr kam es zwischenzeitlich zu Zugausfällen und Verspätungen. Auf der Insel Isle of Wight vor der Küste Südenglands waren laut Wetterdienst Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Kilometern pro Stunde gemessen worden. Im Londoner Süden wurde eine Frau von einem umgestürzten Baum verletzt.

Hochwasser in Frankreich

Überflutungen nach Sturm «Henk» haben in Nordfrankreich örtlich zu Stromausfällen, Evakuierungen und der Unterbrechung der Trinkwasserversorgung geführt. Im Departement Pas-de-Calais, wo die höchste Unwetterwarnstufe ausgerufen wurde, waren am Mittwoch knapp 600 Feuerwehrkräfte im Einsatz, wie die Präfektur in Arras mitteilte.

Nachdem starker Regen etliche Flussläufe zum Überlaufen brachte, mussten knapp 200 Menschen ihre Häuser verlassen. Bei 2100 Menschen war die Trinkwasserversorgung unterbrochen, 1450 Anwohner hatten keinen Strom. Etliche Straßen wurden wegen der Wassermassen gesperrt.

Nachdem Frankreich auf EU-Ebene um Hilfe mit Pumpen hoher Kapazität gebeten hatte, boten mehrere Länder Unterstützung an. So schickt Tschechien ein Team mit 18 Feuerwehrleuten, das zwei Hochkapazitätspumpen, ein Geländefahrzeug und ein Rettungsboot dabei hat. Es werde damit gerechnet, dass die Einsatzkräfte rund zwei Wochen vor Ort bleiben, teilte ein Sprecher der staatlichen Berufsfeuerwehr am Mittwoch in Prag mit. Auch aus der Slowakei und den Niederlanden wurde Hilfe erwartet.

Bereits Anfang November wurde Nordfrankreich von Überschwemmungen getroffen, und auf etlichen Flächen war das Wasser seitdem noch nicht abgeflossen. Die Böden sind völlig durchnässt.


Bildnachweis: © Michael Snasdell/X/PA Wire/dpa
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