4. Februar 2023 / Aus aller Welt

Zwei Tote in Österreich - Große Lawinen-Gefahr

In großen Teilen der österreichischen Alpen herrscht nach ergiebigen Schneefällen die zweithöchste Lawinenwarnstufe. Zwei Wintersportler sterben unter den Schneemassen.

Die jüngsten Schneefälle in Österreich haben zu großer Lawinengefahr und erheblichen Behinderungen auf den Straßen geführt.
Veröffentlicht am 4. Februar 2023 um 17:01 Uhr von dpa

Trotz aller Warnungen vor großer Lawinengefahr haben Skifahrer in Österreich mit teils tödlichen Folgen die gesicherten Pisten verlassen. Im Zillertal in Tirol konnte laut Polizei am Samstag ein junger Skifahrer nur tot unter den Schneemassen geborgen werden.

Zuvor war ein seit Freitagabend vermisster Wintersportler im Kleinwalsertal leblos unter einer Lawine gefunden worden. In großen Teilen der österreichischen Alpen herrscht die zweithöchste Lawinenwarnstufe.

«Die Leute sind sehr unverantwortlich unterwegs und immer wieder im freien Skiraum - sie glauben es einfach nicht», sagte ein Behördensprecher in Vorarlberg. Am Arlberg wurde am Samstag eine Suchaktion nach zwei möglicherweise verschütteten Skifahrern mehrere Stunden lang unterbrochen, weil für die Rettungskräfte die Gefahr weiterer Lawinen zu groß geworden war. Ebenfalls am Arlberg wurde ein 15-jähriger Wintersportler nach einem Lawinenabgang im freien Skiraum nach einer Viertelstunde unter dem Schnee lebend geborgen und ins Krankenhaus geflogen.

Teils mehr als ein Meter Neuschnee

In Tirol war bereits am Freitag im Ötztal ein 32-jähriger chinesischer Skifahrer unter einer Lawine ums Leben gekommen, im Bezirk Kitzbühel wurde ein 15-Jähriger von einer Lawine mitgerissen und schwer verletzt. In den vergangenen Tagen war regional mehr als ein Meter Neuschnee gefallen.

Dadurch wurde auch der Straßenverkehr erheblich behindert. Der Verkehrsclub ÖAMTC zählte vormittags 17 Straßensperren wegen Lawinengefahr. Auf 46 Straßenabschnitten galt Schneekettenpflicht.


Bildnachweis: © Markus Angerer/APA/dpa
Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

1.500 Euro für den Kinderschutzbund Erkelenz – Spende ermöglicht Ausflug für geflüchtete Kinder
Aus den Vereinen

1.500 Euro für den Kinderschutzbund Erkelenz – Spende ermöglicht Ausflug für geflüchtete Kinder

weiterlesen...
Ferien-Spaß mit Treffergarantie
Aus den Vereinen

Die Erkelenzer Schützenbruderschaft lädt in den Sommerferien alle Kinder und Jugendlichen zum kostenlosen Schnupperschießen ein.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Nach dem Erdbeben: Wo das Krankenhaus selbst Hilfe braucht
Aus aller Welt

Während in Kolumbiens Großstadt Cali große Rettungsstrukturen arbeiten, sind kleinere Orte stärker auf Hilfe von außen und Solidarität angewiesen. Ein Krankenhaus ist selbst zum Notfall geworden.

weiterlesen...
Blaualgen an Ostsee und Seen – Warnung für Badende
Aus aller Welt

Bläulich grüne Trübung im Wasser? An vielen Küsten und Seen im Norden raten Behörden vom Baden ab. Der Grund sind Bakterien, die etwa allergische Reaktionen auslösen können.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Nach dem Erdbeben: Wo das Krankenhaus selbst Hilfe braucht
Aus aller Welt

Während in Kolumbiens Großstadt Cali große Rettungsstrukturen arbeiten, sind kleinere Orte stärker auf Hilfe von außen und Solidarität angewiesen. Ein Krankenhaus ist selbst zum Notfall geworden.

weiterlesen...
Blaualgen an Ostsee und Seen – Warnung für Badende
Aus aller Welt

Bläulich grüne Trübung im Wasser? An vielen Küsten und Seen im Norden raten Behörden vom Baden ab. Der Grund sind Bakterien, die etwa allergische Reaktionen auslösen können.

weiterlesen...
ANZEIGE – Premiumpartner