Im Osten Baden-Württembergs und im Süden Bayerns stehen ab dem Nachmittag heftige Gewitter bevor. «Sturmtief "Tim" sorgt in Deutschland für ordentlich Action in der Wetterküche», sagt Marco Manitta vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach. Danach folgt ein ungemütliches Pfingstwochenende. Zwar liegt der Kern des Sturmtiefs über dem Nordostatlantik zwischen Island und Schottland, jedoch reicht sein Einflussbereich bis nach Mitteleuropa. Das dazugehörige Frontensystem liegt quer über Deutschland und trennt kühlere Luft im Nordwesten von schwülwarmer und energiegeladener Luft, die Folge: eine «schwere Gewitterlage» im Südosten und in Teilen des Ostens. Schon am Morgen zog ein mit Gewittern durchsetztes Regengebiet nach Nordosten. Später am Tag bilden sich daran teils heftige Gewitter, die sich ostwärts verlagern. Besonders im Südosten Deutschlands muss man ab dem Nachmittag mit schweren Gewittern rechnen. Sie können laut DWD «neben heftigem Starkregen auch Großhagel und schwere Sturm- oder gar orkanartige Böen» mit sich bringen. Im südlichen Alpenvorland ist laut DWD die Lage besonders tückisch, denn es kann passieren, dass der Föhn die Entstehung von Gewittern verhindert. Aber bei einem sogenannten Föhnzusammenbruch frischt der Wind plötzlich bis auf Sturmstärke auf - ohne Anzeichen eines Gewitters. «Es ist also Vorsicht geboten, vor allem für die Segler, die auf den südbayerischen Seen segeln», sagt Manitta. Im Nordwesten bleibt man von all dem verschont: Dort dominiert ein freundlicher Wechsel aus Sonne und Wolken bei angenehmen Temperaturen. Am Donnerstag macht sich hinter der Kaltfront deutlich ungemütlicheres und windiges Wetter breit. Die Sonne zeigt sich eher selten, stattdessen dominieren dichtere Wolkenfelder. Immer wieder ziehen Schauer und Gewitter durch. Es besteht aber keine Unwettergefahr. Diese wechselhafte Wetterlage setzt sich auch am kommenden Wochenende fort. Dabei ziehen immer wieder Tiefausläufer durch, die Regen oder Schauer bringen, kurze Gewitter sind auch dabei. Die Temperaturen gehen etwas zurück, am Sonntag wird dann nur im Osten des Landes die 20-Grad-Marke überschritten. «Ein eher unterkühltes, wechselhaftes und windiges Wochenende steht uns bevor», fasst der Meteorologe zusammen. Am Pfingstmontag wird es wieder besser.Hagel, Sturm, Orkanböen
Was ist ein Föhnzusammenbruch?
Pfingsten wird unterkühlt
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Im Süden drohen schwere Gewitter
Besonders tückisch ist die Lage im Alpenvorland. Das liegt an einem besonderen Wetterphänomen.
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